Weinflasche aus dem Weingut Reichertshof

Junganlagen – das Land, wo der Eistee wächst

Junge Reben bringen erst ab dem vierten Jahr eine Vollernte ein – zuvor benötigen sie intensive Pflege.

Schon lange vor der Traubenlese sind einige wichtige Schritte notwendig. Dazu gehört auch, sich rechtzeitig um den Traubennachwuchs zu kümmern.

Durch die Verpackungen geschützt wachsen die Reben schneller als ihre ungeschützten Kollegen – diese Pflanze ist genauso alt wie diejenigen auf dem ersten Bild, ist jedoch schon wesentlich größer.

Eine Rebe kann etwa 25 Jahre lang geerntet werden, dann geht ihr Ertrag spürbar zurück. Um gute Erträge zu sichern, muss neu bepflanzt werden. Dazu wird der Weinberg zunächst gerodet und der Boden gedüngt, gelockert und gepflügt, um eine gute Ausgangslage für die jungen Pflanzen zu bieten. Je nach Bewirtungsart werden zudem Pfähle eingeschlagen, an denen die Pflanzen hochranken können.

Die Jungpflanzen werden im Frühjahr gepflanzt, damit sie in den ersten Monaten gute Wachstumsbedingungen haben. In den folgenden Jahren werden sie intensiv gepflegt – erst im vierten Jahr wird die erste Vollernte eingebracht. Der Winzer muss also vorausschauend planen und eine gute Balance zwischen erntefähigen Weinbergen und heranwachsenden Junganlagen finden.

Für das erste Jahr gibt es einen Trick, der in der Moselregion weit verbreitet ist und den Sie bei Spaziergängen durch die Weinberge beobachten können: Die Jungpflanzen werden mit Verpackungen von Milch, Eistee oder ähnlichen Getränken umgeben. So sind sie vor Umwelteinflüssen wie Kälte und Wind gut geschützt, bekommen aber dennoch genug Licht.

Zum Schutz der Jungpflanzen dienen nach beiden Seiten offene Verpackungen.

Aktualisiert am 25. September 2011